Rinderrouladen

Na über was bin ich denn da gestolpert? Habe ich doch glatt schon in den allerersten Versuchen meines Blogs diese wunderbaren Rinderrouladen angefangen aufzuschreiben und dann nicht fertig gemacht. Dabei zählen sie auch wirklich zu meinen liebsten Gerichten. Das ist für mich ein Gericht voller Kindheitserinnerungen. Heimat, Zuhause, Familie, Beinandersein - das bedeutet es für mich, wenn es Rouladen gibt. Nein - wenn es genau diese Rinderrouladen gibt. Meine Mama macht die besten Rouladen der Welt! Deshalb würde ich mir auch niemals Rindsrouladen in einem Restaurant bestellen.

Umso wichtiger ist es mir, dieses wunderbare Essen mit euch zu teilen. Ich glaube, die besondere Note, die meine Mama in die Rouladen und in die Soße rein bringt, kommt durch eine Scheibe Salami in jeder Roulade. Klingt total simpel und irgendwie auch viel zu einfach oder? Ist es aber nicht. Die klassischen Rinderrouladen Rezepte sind nur mit Speck (und natürlich, Gurke, Zwiebel, Senf usw.). Die Salami - in der Kombination mit dem scharfen Senf -  gibt eine wunderbare Säure ab, macht es zu dem runder im Geschmack.

Das Tolle bei Rouladen ist ja, dass man eigentlich nur beim Herrichten Arbeit hat. Das Wickeln ist zugegebenermaßen nicht immer so einfach. Je nach Form der Roulade fällt es mal schwerer, mal nicht so schwer. Ihr tut euch aber leichter, wenn ihr das Fleisch erstmal richtig vor euch ausbreitet und glatt streicht. Eventuell kann man auch noch mit einem Plattiereisen eine noch feinere und größere Scheibe klopfen. Ich verwende dieses hier(*Affiliate Link).. Dann kann schön belegt und bestrichen und gewürzt und gewickelt werden.

Der Rest macht sich von alleine. Denn ob ihr es glaubt oder nicht, mehr kommt schon nicht mehr dazu. Die Rouladen werden scharf angebraten - und am besten in einer nicht beschichteten Pfanne oder Bräter. Damit man einen wunderbaren Bratensatz vom Anbraten erhält. Den kocht man los, in dem man mit Flüssigkeit ablöscht und dann mit einem Schneebesen kräftig rührt. Rühren, rühren, rühren, loskochen, loskochen, loskochen, und schon habt ihr das Fundament dieses Essens geschaffen 🙂 Klingt einfach? Ist es auch! Rouladen sind kein Hexenwerk, also ran ans Rezept…..

Rinderrouladen

Rindsrouladen ganz klassisch nach dem Rezept meiner Mama
Vorbereitungszeit 30 Min.
Zubereitungszeit 2 Stdn. 30 Min.
Gericht Hauptgericht
Land & Region Bayern
Portionen 4 Personen

Zutaten
  

  • 4 Scheiben Rinderrouladen
  • 8 Scheiben dünner Speck
  • 4 Scheiben Salami
  • 2 Stk Gewürzgurken, in dünnen Streifen
  • 2 große Zwiebeln, klein gewürfelt
  • scharfer Senf
  • Salz&Pfeffer
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 l Rinderbrühe

Anleitungen
 

  • Zunächst die Rouladen auf einem Brett oder der Arbeitsplatte ausbreiten. Ordentlich platt streichen oder sogar nochmal mit dem Plattiereisen platt klopfen.
  • Die erste Roulade nun mit scharfem Senf bestreichen wie man ein Brot bestreicht. Mit Salz und Pfeffer würzen. zwei Scheiben Speck der Länge nach auf die Roulade geben. Zwei, drei Längsstreifen Essiggurke darauf verteilen. Eine Scheibe Salami darauf geben und zum Schluss 2 EL gewürfelte Zwiebeln auf der Roulade verteilen.
  • Dann wird die Roulade gewickelt. Das ist der schwierigste Teil, je breiter die Roulade umso einfacher. Wenn das Fleisch aufgerollt ist, mit Spiesschen oder Zahnstocher zusammenstecken. Mit den restlichen Rouladen genauso verfahren.
  • Backofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen, Gitter auf mittlerer Schiene.
  • In einem Bräter auf dem Herd die Rouladen von allen Seiten scharf anbraten. Am besten mit der Seite nach unten, wo die Roulade verschlossen wurde, beginnen. Sie müssen gut Farbe bekommen. Denn diese Röstaromen bilden die Basis der guten Soße.
  • Das Tomatenmark zum Schluss noch mit anschwitzen.
  • Die Rouladen aus dem Bräter nehmen. Mit einem Schuss Brühe ablöschen und mit einem Schneebesen die Röstaromen vom Boden loslösen bzw. losrühren, während die Brühe aufkocht. Dann die restliche Brühe hineingeben und die Rouladen wieder in den Bräter zur Brühe geben.
  • Jetzt wandert der Bräter für zwei Stunden in den Ofen. Wenn der Ofen anderweitig belegt ist, dann könnt ihr natürlich genauso die Rouladen im Schmortopf auf dem Herd zwei Stunden köcheln lassen.
  • Wer zum Schluss die Soße dicker haben mag, der kann noch etwas andicken nach Geschmack mit Butter, Soßenbinder oder einfach stärker einkochen. Geschmacklich braucht es nicht mehr.

Notizen

Falls ihr vewundert seid, in die S0ße kommt tatsächlich nichts anderes rein als der Bratensatz der Rouladen, das bisschen Tomatenmark für etwas Farbe und die Brühe. Mehr braucht es nicht. Der gute Geschmack der Soße ergibt sich aus der Füllung.  

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